Beschreibung

Detektionsfähigkeit

Der Metalldetektor muss für den Einsatz an europäischen Flughäfen durch eine zivile Luftfahrtbehörde der EU zertifiziert sein (z.B. STAC – Service technique de l’ aviation civil).
Der Metalldetektor muss den in 2003 vom U.S. Ministerium für Justiz eingeführten Standard NIJ-0601.02, welcher den NILECJ-STD-0601.00 Standard 1974 ersetzt, voll erfüllen. Dieser Standard definiert 3 verschiedene Sicherheitslevel:

  1. Große Objekte (Handfeuerwaffen)
  2. Mittlere Objekte (Messer) und
  3. Kleine Objekte (kleine schwer zu findende Objektewie z.B. Handfesselschlüssel).

Der NIJ-0601.02 definiert die Anforderungen an die Sensibilität der Detektion, die Diskriminierung sowie die Immunität gegenüber der Umgebung. Ein Auszug der Details ist im Folgenden beschrieben (Angabe der Referenzparagraphen in Originalsprache):

Detektion

Par. 2.3 – DETECTION PERFORMANCE SPECIFICATIONS
Par. 2.3.1 – DETECTION SENSITIVITY: The walk-through Metal Detector must provide an alarm indication for each test sample specified by the standard (LO – Large Object Size, MO – Medium Object Size, SO – Small Object Size)

Diskriminierung

Par. 2.3.4 – DISCRIMINATION: For each level of security the Metal Detector must discriminate the metal objects described in the standard
Die Detektionsfähigkeit des WTMD muss ohne Schwankungen stabil sein. Eine periodische Rekalibrierung ist nicht erforderlich.
Die Sensibilität des WTMD muss einstellbar sein, um eine möglichst große Anzahl gefährlicher Objekte erkennen zu können.

Technische Spezifikationen

Abmessung / Gewicht

Die minimale Durchgangsbreite des WTMD muss mindestens 710 mm und die minimale Durchgangshöhe mindestens 2010 mm betragen.
Das äußere Abmaß des WTMD muss weniger als 880 x 2300 mm (Breite x Höhe) bemessen.

Mechanische Eigenschaften

Die Ausführung des WTMD muss maximal gegen Verschleiß optimiert sein. Die Struktur des WTMD muss sehr robust sein, um einen maximalen Schutz vor Schäden gewährleisten zu können.
Der Aufbau des WTMD muss Modular und so gewählt sein, dass die Anzahl der vorhandenen Komponenten auf ein Minimum reduziert ist, um mögliche Fehlerquellen zu verringern.
Der Aufbau des WTMD muss so gewählt, dass ein schnelles Auf-und Abbauen möglich ist. Die maximale Aufbauzeit des gesamten WTMD, darf nicht länger als 10 Minuten betragen.
Der WTMD muss ein eigenständiges Gerät mit glatten, robusten und abwaschbaren Oberflächen sein.
Der WTMD muss im Bodenbereich mit einem zusätzlichen Schutz gegen Schäden durch Stöße, Reinigungsmaschinen, Spritzwasser und andern Substanzen wie Reinigungsmitteln haben.
Die gesamte Steuereinheit muss an der oberen Quertraverse installiert sein.
Der WTMD muss möglichst an vier Punkten mit dem Boden verankert werden können.

Ein Anti-Vandalismus-Schutz Set (Option), für kritische Installationsorte (z.B. Vandalismus gefährdete, unbewachte Bereiche oder Gefängnisse) muss optional angeboten werden. Das Anti-Vandalismus-Schutz Set muss ein sehr hohes Maß an Manipulationsschutz in Form eines schützenden Metallgehäuses für die Steuereinheit bieten. Alle Steckverbindungen der Kabel müssen mit verschraubten Abdeckungen gesichert sein, welche nur mit entsprechenden Werkzeugen zu entfernen sind.

Elektrische Eigenschaften

Dem WTMD muss es möglich sein möglichst allen externen elektrischen und mechanischen Störungen widerstehen zu können um eine einfache Installation, in allen Umgebungen, zu gewährleisten
Der WTMD muss mit einem Selbst-Diagnosesystem ausgestattet sein welches durch unmittelbare Signalisierung Fehler oder Leistungsschwankungen beim Start-Up und auch während des laufenden Betriebs anzeigt.
Der WTMD muss mit mindestens 2 Fotozellen, für einen voll automatischen hochpräzisen Bidirektionalen Zähler (Anzahl der Ein- und Ausgegangenen Personen) und für eine statistische Auswertung der Durchgänge und der Alarme, ausgestattet sein.

Aus Sicherheitsgründen muss der WTMD immer aktiv sein. Die Nutzung von Fotozellen (IR-Sensoren) um Alarme des WTMD zu verhindern, welche aufgrund von nahen sich Bewegenden Materiealien oder externen elektrischen Störungen auftreten, ist nicht Erlaubt.
Die maximale Stromaufnahme des WTMDs darf nicht mehr als 40VA (Watt) betragen.

Ergonomie – Visuelle und akustische Anzeigen

Der WTMD muss mit vier Leuchtleisten zur Indikation der gefundenen Metallmasse, zwei Stück am Eingang und zwei Stück am Ausgang (je auf der linken und rechten Seite), ausgestattet sein welche bei sämtlichen Tageslichtverhältnissen gut zu erkennen sind.
Es sollten mindestens 20 verschiedene vertikale Indikationszonen (mit fliesendem Übergang), zur bestmöglichen Lokalisierung des metallischen Objekts, vorhanden sein.
Die vier Multi-Zonen-Anzeigeleisten müssen unabhängig als STOP + GO-Anzeige und/oder als LED-Positionsanzeige programmierbar sein, um den Betrieb sowie die Sichtbarkeit der Anzeigen zu verbessern und eine einfache Installation zu gewährleisten.
Es muss möglich sein den WTMD in beiden Durchgangsrichtungen zu betreiben. Die Stop + Go Anzeige und/oder Positionsanzeige muss gleichzeitig Aktivierbar sein, an beiden Seiten des Torbogens.
Die WTMD Steuereinheit muss mit einem optischen Alarm ausgestattet sein, welcher klar Sichtbar aus mindestens 5 m zu erkennen ist. Die optische Anzeige muss Graphen verwenden, welcher proportional zur Größe der durchgeführten Metallmasse anzeigt. Signale unter der Alarmschwelle müssen in grün Angezeigt werden und Signale über der Alarmschwelle in Rot.
Der WTMD muss mit einem Audio-Alarm, welcher in Dauer, Ton und Lautstärke einstellbar ist, ausgestattet sein.
Der WTMD muss dem Bediener während der Start-Up Phase und während dem Betrieb zweckmäßige akustisch wie auch optische Signale liefern.
Der WTMD muss den aktuellen Sicherheitslevel beim Start-Up anzeigen.
Der WTMD muss eine automatische Prozedur zur täglichen Überprüfung besitzen, welche mit einer Chipkarte aktiviert werden kann. Das Testergebnis sollte im Display der Steuereinheit angezeigt werden.

Programmierung und Konnektivität

Der WTMD muss 6 verschiedene Möglichkeiten zur Programmierung haben:
Chipkarte
Tastatur der Steuereinheit
Programmierung via RS232 Port und Laptop
Infrarot (IR) Remote Control (Passwortgeschützt)
Bluetooth
Optional sollte der WTMD mit einem Netzwerkmodul zur statistischen Datenerfassung (Echtzeit Transitzähler und Anzeige von Alarmen) und Überwachung des WTMD (Statusberichte etc…) ausgestattet werden können.
Das Netzwerkmodul sollte einen Datenlogger, Echtzeit-Uhr, integrierten Web-server und eine statistische Durchgangsdatenanalyse besitzen.

Die vom Netzwerkmodul übertragenen Daten sollten mit dem Erweiterten Verschlüsselungsstandard (AES) (FIPS PUB 197) versendet werden und nicht von dritten einsehbar sein.

Die Remote Verwaltung und das Monitoring des WTMD nutzt die Ethernet Verbindung via TCP-IP Protokoll und sollte keine spezielle Software benötigen.

Die Wahl des Sicherheitslevels sollte, mit der passenden Chipkarte, extrem schnell erfolgen.
Der WTMD Programmierungszugang sollte durch ein mechanisches Schloss und einem Alphanummerischen Passwort aus mindestens 6 Zeichen geschützt sein. Der WTMD sollte mindestens zwei Ebenen der Programmierung besitzen (User und Super-User), jede durch ein eigenes Passwort geschützt.
Die Anlage muss so konstruiert sein das sie in kürzester Zeit Installiert und Konfiguriert werden kann: Eine “one touch self installation” (OTS) Prozedur muss verfügbar sein. Die „self-installation“ Prozedur sollte eine Reihe von Tests und Justierungen vornehmen, welche in Bezug auf folgende Aspekte angewendet werden: Betrieb der Signalvorrichtungen, elektrotechnisch relevante Parameter, Torbogen Konfiguration und elektromagnetische Kompatibilität mit der Umgebung (Anweisungen für jeden einzelnen Schritt der Sequenz sollten, im Display der Steuereinheit, angezeigt werden).
Eine Funktion die automatisch einen geeigneten Übertragungskanal sucht, ein Kanal mit minimalen Einflüssen von möglichen Störquellen in der Installationsumgebung, muss vorhanden sein. Der gewählte Übertragungskanal sollte am Ende der Prozedur angezeigt werden.
Das Gerät sollte fähig sein den empfangenen Signalwert der Umgebung zu erfassen und sollte diesen durch automatische Feinjustierung möglichst so anpassen um eine größtmögliche Immunität gegenüber elektromagnetischen Interferenzen zu erhalten (ENA = Environmental Noise Adjustment).
Eine zusätzliche Funktion sollte eine in der Steuereinheit angezeigte elektromagnetische Interferenzmessung (in Prozent zur Alarmschwelle) der Umgebung sein, welche es ermöglicht die bestmögliche Position am Standort bei Störungen elektromagnetischer Natur zu finden.
Eine Prozedur zum erfassen und Kompensieren der durch mechanische Schwingungen erzeugten Störungen, zum Beispiel durch Schwingungen im Boden, starke Luftkompressionen oder Wind, sollte verfügbar sein.

Umwelteigenschaften

Lager-Temperaturen: von -31°F (–35°C) bis 158°F (+70°C).
Betriebs-Temperaturen von -4°F (-20°C) bis 158°F (+70°C).
Relative Lager-Luftfeuchtigkeit: von 0 bis 95 % ohne Kondensation
Relative Betriebs-Luftfeuchtigkeit: von 0 bis 95 % ohne Kondensation

Electrical Safety, harmlessness and certifications

Der WTMD muss, von einer akkreditieren und unabhängigen Stelle (z.B. Offiziell anerkannte Prüfstelle; Labor etc…), in Übereinstimmung mit den Bestimmungen für Schutz von Sicherheit und
Gesundheit des Arbeiters bei Gefährdung durch elektromagnetische Felder (Expositionsbereich), überprüft und zertifiziert sein.

Elektrische Sicherheit: Aus Sicherheitsgründen, um jegliche Wahrscheinlichkeit von elektrischen Gefahren zu vermeiden, muss der WTMD von einer Nennspannung von nicht mehr als 50V AC (Schwachstrom – Auch gegen Erde bei Fehlstrom) betrieben werden.
Der WTMD muss KW (Kontinuierliche Welle) Magnetfelder (gepulste Felder sind nicht erlaubt!) verwenden um eine geringstmögliche Beeinflussung von Schrittmachern und anderen Gesundheitsunterstützenden Geräten zu gewährleisten.

Der WTMD darf keine Medizinischen Geräte wie Hörgeräte, Herzschrittmacher, Defibrillatoren oder neurologische Stimulatoren stören, beeinflussen oder gar unbrauchbar machen.

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